Aufmacher
Was ist eine
Pflegekind-Patenschaft

Was sind Pflegekinder?
Warum bereichern Patenschaften das Leben von Kind und Pate/Patin?
Was veranlasst Menschen, sich als Pate/Patin ehrenamtlich in Berlin zu engagieren?
Warum brauchen Pflegekinder Paten/Patinnen – und Pflegeeltern Unterstützung?

 Was sind Pflegekinder?

Nicht alle Kinder können zu jedem Zeitpunkt in ihrer Familie leben.

Pflegekinder kommen meist aus Familien, in denen die Eltern ihrer Rolle als versorgende, schützende Eltern nicht gerecht werden. Oft sind sie aus unterschiedlichsten Gründen – vorübergehend oder dauerhaft – nicht in der Lage, ihren Kindern das zu geben, was sie für eine gesunde Entwicklung benötigen.
Die Kinder brauchen in dieser Lebenssituation Unterstützung, um diese neue Situation zu verstehen und zu bewältigen.

Wenn Kinder von ihren Eltern nicht nach ihren Bedürfnissen versorgt werden, bieten Pflegefamilien eine wichtige Alternative.

Pflegekinder leben mit zwei Familien. Das Pflegekind ist und bleibt leibliches Kind seiner Eltern, faktisch lebt es mit und in einer anderen Familie, der Pflegefamilie. Eine Familie bietet einen überschaubaren Alltagsrahmen: einen vertrauten Personenkreis, einen regelmäßigen Tagesablauf, gemeinsame Mahlzeiten, Trost bei Kummer, kindgerechte Freizeitgestaltung und beruhigendes Zubettbringen. Außer diesen grundlegenden Bedingungen für eine Stabilisierung können Pflegeeltern auf die ganz speziellen Bedürfnisse eines Kindes eingehen.

Pflegekinder sind keine Adoptivkinder. Auch wenn sie dauerhaft in einer anderen Familie leben, bleiben die verwandtschaftlichen Beziehungen bestehen.

  • Pflegekinder können nicht in ihren Familien leben.
  • Pflegekinder brauchen Verlässlichkeit und ein Zuhause.
  • Pflegekinder haben zwei Familien.

Warum bereichern Patenschaften das Leben von Kind und Pate/Patin?

Für Pflegekinder ist ein vielseitiges Beziehungsangebot wertvoll. Eine Patenschaft bietet dem Kind eine zusätzliche Bezugsperson. Diese nimmt sich für einige Stunden in der Woche Zeit, um mit dem Patenkind zu spielen, ihm vorzulesen oder Ausflüge zu unternehmen. Zusätzlich bedeutet der Pate/die Patin eine Entlastung für die Pflegefamilie. Denn die Pflegeeltern sind meist berufstätig und haben oft noch leibliche Kinder oder andere Pflegekinder. Sie erfüllen Tag für Tag das große Bedürfnis der Pflegekinder nach Aufmerksamkeit. In diesem anstrengenden Alltag ist es ein geradezu verdienter Ausgleich, einmal pro Woche eine Pause zu erhalten und Zeit für sich zu haben.

Für das Pflegekind wird der Tag mit dem Paten/der Patin zu einem besonderen Tag in der Woche. Schließlich ist der Pate/die Patin in der gemeinsamen Zeit ausschließlich für das Kind da, wodurch das Selbstwertgefühl des Pflegekindes wachsen kann. Gemeinsam können Pate/Patin und Patenkind überlegen, was sie an ihrem gemeinsamen Tag unternehmen möchten. Vielleicht starten sie ein gemeinsames Projekt und freuen sich zu erleben, wie es sich Woche für Woche weiterentwickelt. Ein solches Projekt könnte die Bepflanzung eines Beetes sein, die Errichtung eines Baumhauses oder auch Nachhilfe in der Schule, um die Note in einem bestimmten Fach zu verbessern.

Die Paten/Patinnen können bei den Kindern Interesse für das wecken, wofür sie sich selbst begeistern und ihr handwerkliches Geschick oder die Freude an der Erkundung der Natur weitergeben. Gemeinsam verbringen Pate/Patin und Kind einen Teil ihrer Freizeit, die sie frei und so schön wie möglich gestalten können. Dabei gibt es weder Zeit- noch Leistungsdruck und auch kein festgelegtes zu erreichendes Ziel. Kinder und Paten/Patinnen sollen sich wohl und in der gemeinsam verbrachten Zeit einen Zugewinn fühlen. Allein das soll mit der Patenschaft erreicht werden.


Was veranlasst Menschen, sich als Pate/Patin ehrenamtlich in Berlin zu engagieren?

Die Motivation, sich als Pate/Patin in Berlin aktiv einzubringen, kann je nach Lebenssituation ganz unterschiedlich sein:

  • Junge Paten/Patinnen um die 20 Jahre interessiert möglicherweise besonders, dass sie in ein pädagogisches Arbeitsfeld hinein schnuppern können und neben dem Kontakt zum Pflegekind viele Informationen zur Pflegekinderhilfe erhalten. Die angebotenen Seminare können für sie zudem eine wertvolle Ergänzung zu ihrem Studium sein.
  • Paten/Patinnen um die 30 Jahre denken vielleicht selber darüber nach, eine Familie zu gründen und wollen aus beruflichen oder anderen Gründen noch warten. Sie haben mit einer Patenschaft die Möglichkeit zu erproben, wie es sich anfühlt, in kontinuierlichem Kontakt zu einem Kind zu stehen.
  • Menschen, die gerade selbst eine Familie gegründet haben, spielen möglicherweise mit dem Gedanken, zu den eigenen Kindern auch ein Pflegekind aufzunehmen. Patenkinder Berlin ist dafür eine wunderbare Erprobung, weil dabei die Beziehung zu einem Pflegekind ohne ständige Verantwortung ermöglicht wird.
  • Paten/Patinnen, die aus verschiedenen Ursachen keine eigene Familie gegründet haben und denen der direkte Kontakt zu Kindern fehlt, können dies in der Patenschaft finden. Gemeinsam mit dem Patenkind können sie Dinge mit Kinderaugen erleben und sich daran erfreuen, einen anderen Blick auf die Welt zu erhalten.
  • Ältere Menschen, die beruflich weniger eingespannt sind und deren Enkel möglicherweise nicht in Berlin leben, können diese besondere Beziehung gemeinsam mit einem Patenkind erleben. Sie finden in ihrem Patenkind einen dankbaren und freudigen Zuhörer. Das Patenkind kann zudem von der Lebenserfahrung der älteren Paten/Patinnen profitieren und wird sich über die großzügig aufgebrachte Zeit und Ruhe freuen.

Warum brauchen Pflegekinder Paten/Patinnen – und Pflegeeltern Unterstützung?

Pflegekinder haben aufgrund ihrer Vorgeschichte einen hohen Bedarf an Zuwendung und Betreuung. Wenn sie in die Pflegefamilien kommen, haben sie meist schon mehrere Lebensstationen durchlaufen. Nach dem gescheiterten Zusammenleben mit ihren leiblichen Eltern haben sie vielleicht schon in einer Kurzzeitpflege gewohnt. Dort wurde geprüft, welche Lebensperspektive für sie am besten passt und ob sie zurück zu ihren leiblichen Eltern gehen können, zur Adoption freigegeben werden, in eine Wohngemeinschaft integriert werden oder in eine Pflegefamilie kommen. Die an diese Prozesse geknüpften Abschiede und Gefühlslagen von Scheitern und Fremdheit haben die Kinder unweigerlich geprägt.

Entsprechend viel Geduld, Aufmerksamkeit und Feingefühl braucht es, damit die Kinder in ihren Pflegefamilien ankommen und sich heimisch fühlen können. Die Pflegeeltern leisten viel, um den Kindern ein Zuhause zu bieten, das ihren Bedürfnissen gerecht wird. Das führt mitunter dazu, dass den Pflegeeltern und ihren leiblichen Kindern wenig Freiraum für Privates bleibt. Denn ein Pflegekind kann aufgrund der beschriebenen Erfahrungen deutlich fordernder sein, als ein bei den leiblichen Eltern aufwachsendes Kind. Gerade in der Phase des gegenseitigen Kennenlernens ist sich das Pflegekind der Zuneigung der Pflegeeltern nicht sicher. Es braucht eine gewisse Zeit, bis sich eine feste und vertrauensvolle Bindung einstellt.

Für die Pflegeeltern ist es wichtig, aus dieser für sie anstrengenden Beziehungsarbeit hin und wieder aussteigen zu können, um etwas für sich und ihre Familie zu tun. So ist gewährleistet, dass die Pflegeeltern immer wieder Raum zur Regeneration erhalten und Kraft für ihre verantwortungsvolle Aufgabe tanken können. Auch für ihre Beziehung zum Pflegekind ist es positiv, wenn sie die Möglichkeit haben, zwischendurch einen Schritt zurückzutreten und dem Kind die Chance geben, Beziehungen mit anderen Menschen einzugehen, die sie fördern und ihnen das Gefühl geben, Teil einer starken sozialen Gemeinschaft zu sein.

Werden auch Sie eine solch wichtige Bezugsperson im Leben eines Kindes, werden Sie ehrenamtlich Pate/Patin! Wir suchen Menschen, die bereit sind, sich auf Pflegekinder und ihre speziellen Bedürfnisse einzustellen und sich für einige Stunden in der Woche, um sie kümmern.


Infoline

Tel: 030 / 21 00 21 28

Infoabend:
Patenschaften für Pflegekinder

Donnerstag, 21.09.2017

Infoabend:
1zu1 Für FlüchtlingsKinder

Donnerstag, 14.09.2017

Bitte melden Sie sich zu den Terminen an

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1zu1 Für FlüchtlingsKinder

Flüchtlingskinder sind Neuankömmlinge in unserer Gesellschaft, die mit Neugier und Offenheit ihre neue Umgebung kennen lernen und ihre Familien an ihren Erfahrungen teilhaben lassen wollen. Dieses Potenzial wollen wir nutzen, indem wir Ehrenamtliche …

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Was ist das besondere an einer Pflegekind-Patenschaft?

  • Eine Pflegekind-Patenschaft macht Spaß und bereichert das Leben von Pate/Patin und Kind.
  • Die Patenschaft erfolgt in Berlin und bietet neben regem Kontakt zum Pflegekind die Möglichkeit, die Pflegeeltern zu unterstützen.
  • Die Patenschaft wird von der Organisation Patenkinder Berlin begleitet und unterstützt.
  • Die Patenschaft ist ein Ehrenamt – Sie erhalten aber als Dankeschön eine Aufwandsentschädigung.
  • Durch die Unterstützung der Pflegeeltern wird dem Pflegekind eine zusätzliche Bezugsperson gegeben.



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So sehen unsere Patenschaften aus

Hier erhalten Sie Einblicke in verschiedene Patenschaftsverhältnisse und können sehen, wie eine Patenschaft im Alltag funktioniert.

Manuel und Leo
Manuel ist 32 Jahre alt und Pate des 5-jährigen Leo. Einmal in der Woche holt Manuel den kleinen Leo vom Kindergarten ab. Anschließend unternehmen sie meist einen kleinen Ausflug …
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Sophie, Anne-Kathrin und Zoey
Die 45-jährige Sophie hat gleich zwei Patenkinder. Anne-Kathrin und Zoey sind Pflegeschwestern und sehr verschieden. Die 10-jährige Zoey ist ein Wirbelwind und für jeden Spaß zu haben …
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