Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie viele Wochenstunden sind mit einer Patenschaft verbunden?

Der Umfang einer Patenschaft kann sehr unterschiedlich sein. Manche Paten/Patinnen treffen sich im Zweiwochenrhythmus mit ihrem Patenkind, andere dreimal pro Woche. Stark abhängig ist dies von den Vorstellungen und Wünschen der Pflegeeltern. Von besonderer Bedeutung ist jedoch, was die Paten/Patinnen in ihrer jeweiligen Lebenssituation leisten können und wollen.

Wir ermutigen unsere Paten/Patinnen dazu, im Vorfeld genau zu prüfen, über welches Zeitbudget sie verfügen. Wichtig ist, dass die Termine für Treffen und Unternehmungen mit dem Patenkind in einer gewissen Regelmäßigkeit stattfinden, damit der Kontakt für die Pflegekinder verlässlich ist.

Welchen Alters und Geschlechtes sind die Patenkinder?

Wir vermitteln Patenschaften zu Kindern verschiedener Altersgruppen. Die jüngsten Kinder sind 2 Jahre alt, die ältesten können volljährig sein. Ob die Patenschaft zu einem Mädchen oder Jungen besser zu Ihnen passt, erarbeiten wir gemeinsam. Natürlich steht es Ihnen frei, auch ein Geschwisterpaar zu wählen.

Welche Altersbeschränkungen gibt es für die Paten/Patinnen?

Wir haben ein Mindestalter für Paten/Patinnen von 17 Jahren festgelegt. Schließlich braucht es etwas Lebenserfahrung, Verantwortungsbewusstsein und Stabilität, um ehrenamtlich als Pate/Patin aktiv sein zu können. Nach oben hingegen besteht keine Altersgrenze. Nur sollte jeder das Maß der individuellen Belastbarkeit realistisch einschätzen können.

Die Erfahrung zeigt, dass sich Patenkinder über einen jüngeren Menschen als Spielgefährten freuen, es aber ebenso zu schätzen wissen, wenn der Pate/die Patin fest im Leben steht oder gleichwertig zu den Großeltern in Erscheinung tritt.

Welche Eigenschaften sollte ein Pate/eine Patin mitbringen?

Auch hier freuen wir uns über Vielfältigkeit. Vielen Patenkinder hilft es, wenn ihr Pate/ihre Patin die Dinge nicht in gleicher Weise betrachtet oder entscheidet, wie die Pflegeeltern. Die Kinder profitieren davon, wenn sie durch die Patenschaft andere Lebensentwürfe, Erfahrungen und Herangehensweisen erleben können. Als Pate/Patin ist es jedoch unbestritten von Vorteil, wenn Sie Eigenschaften wie Geduld und Einfühlungsvermögen sowie die Fähigkeit mitbringen, Grenzen zu setzen.

Wie gestaltet sich die Patenschaft mit einem kleineren Kind und wie mit einem Jugendlichen?

Bei einem kleineren Kind dreht sich in der Patenschaft anfangs alles um das Kennenlernen. Wenn eine Vertrauensbasis besteht, geht es neben dem Spielen auch um die Versorgung. Eventuell müssen kleinere Kinder noch gefüttert oder gewickelt werden. Hinzu kommt natürlich der Sicherheitsaspekt. Denn als Pate/Patin müssen Sie Ihrer Verantwortung entsprechend immer in der Nähe des Kindes bleiben und etwa dafür Sorge tragen, dass es im öffentlichen Raum nicht auf die Straße läuft.

Mit jugendlichen Patenkindern unternehmen Sie ganz andere Sachen. Ihr Einzugsgebiet ist größer und entsprechend vielfältiger sind die Aktivitätsmöglichkeiten. Sie können mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter entfernte Ziele oder Veranstaltungen besuchen, ins Schwimmbad gehen oder Bowling spielen. Aber auch ein gemütlicher Nachmittag zu Hause ist immer eine Option und gefällt kleinen wie großen Patenkindern.

Wo finden die Treffen mit dem Patenkind statt?

In der Anfangsphase finden die Patentreffen im Haus der Pflegeeltern statt. Wenn sich Ihr Patenkind mit Ihnen sicher fühlt und Sie einen vertrauensvollen Kontakt aufgebaut haben, können die Treffen auch außerhalb des Elternhauses stattfinden. Manche Pflegeeltern wünschen sich, dass Sie ihnen kleine Wege abnehmen und das Pflegekind beispielsweise vom Kindergarten abholen oder zum Musikunterricht bringen.

Natürlich können Sie auch selbst Ausflüge planen, die sich immer daran orientieren sollten, was Ihnen und dem Patenkind Spaß macht. Mit kleineren Kindern gehen Sie vielleicht eher auf den Spielplatz oder im Sommer ein Eis essen. Kinder über 10 Jahre freuen sich über Ausflüge, auf denen sie etwas Spannendes erleben können. Überlegen Sie sich doch gemeinsam ein tolles Aktionsprogramm oder planen Sie ein langfristiges Projekt.

Inwiefern wird die räumliche Nähe zwischen Pflegeelternhaus und Wohnraum des Paten/der Patin beachtet?

Die Pflegefamilien, die sich Unterstützung von Paten/Patinnen wünschen, leben im gesamten Berliner Raum. In der Vermittlung bemühen wir uns stets, eine Familie zu finden, zu der Sie einen möglichst kurzen Weg haben.

Welche Möglichkeiten gibt es bei Problemen mit Patenkind oder Pflegeeltern?

In unserer monatlich stattfindenden Patenschaftsgruppe sprechen wir auch über Konfliktsituationen der Paten/Patinnen. Gemeinsam mit einer pädagogischen Fachkraft erarbeiten wir in Fallbesprechungen mögliche Lösungen. Nach unserer Erfahrung lassen sich die meisten Probleme innerhalb einer Patenschaft schnell und unkompliziert lösen.

Sollte ein Konflikt aber einmal nicht so einfach lösbar sein und ein dauerhaftes Problem zwischen Pate/Patin und Pflegefamilie vorliegen, besteht immer die Möglichkeit, sich vom Patenkind zu verabschieden. Im Kontakt zwischen der Pflegefamilie und dem Paten/der Patin sind Transparenz und ein wertschätzender Umgang wichtig. Denn nur so können die Patenschaften harmonisch und für alle Beteiligten positiv verlaufen.

Welche Kinder und Jugendliche werden finanziell unterstützt?

Die meisten Patenkinder sind in ihrer Alltagskompetenz eingeschränkt und wurden der Pflegestufe 0 zugeordnet. Ein Beispiel ist die 7-jährige Luisa, die eine Lernbehinderung hat. Sie wirkt auf den ersten Blick wie jedes andere Mädchen ihrer Altersgruppe. Erst wenn man mehr Zeit mit ihr verbringt merkt man, dass sie länger braucht, um etwas zu verstehen. Für Luisa ist es schön, dass ihre Patin viel Geduld mitbringt. Die Pflegemutter möchte einmal in der Woche ausschließlich Zeit für ihr jüngeres Pflegekind haben und es Luisa zugleich ermöglichen, dass sich jemand nur um sie kümmert.

Andere Pflegekinder haben keinerlei Einschränkungen. Wie der 9-jährige Karim etwa, der einfach einen großen Bewegungsdrang hat und sich sehr darüber freut, wenn sein Pate mit ihm nach der Schule auf den Fußballplatz geht. Karim hat einen vierjährigen Pflegebruder und einen Pflegevater, der oft auf Dienstreise ist. Deshalb ist die Pflegemutter sehr froh über die Unterstützung durch den Paten.

Es können sich alle Pflegeeltern bei Patenkinder Berlin melden, die an der stundenweisen Betreuung ihrer Pflegekinder durch unsere Organisation und die vermittelten Paten/Patinnen interessiert sind.

Wie lange sollte man mindestens als Pate/Patin ehrenamtlich aktiv sein?

Nach abgeschlossener Vermittlung sollten die Patenschaften mindestens 6 Monate dauern. Angestrebt werden jedoch langfristige Beziehungen zwischen Pate/Patin und Pflegekind. Denn im Laufe mehrerer Jahre werden die Paten/Patinnen zu wichtigen Bezugspersonen und Begleitern der Kinder und können deren Entwicklung nicht allein miterleben, sondern auch positiven Einfluss darauf nehmen.

Wie viel Zeit liegt zwischen Erstkontakt und Vermittlung?

Von der ersten Kontaktaufnahme bei Patenkinder-Berlin bis zur Vermittlung einer Patenschaft vergehen etwa 2 bis 3 Monate. Diese Zeit benötigen die Paten/Patinnen, um verschiedene Weiterbildungsmaßnahmen zu besuchen und Gespräche mit uns bzw. den  Pflegeeltern des zukünftigen Patenkindes zu führen.

Wie und wo lernt der Pate/die Patin das Kind kennen?

Das erste Treffen zwischen Pate/Patin und Kind findet im Beisein der Pflegeeltern in deren Zuhause statt. Vor dem Kennenlernen des Kindes steht jedoch ein Gespräch mit den Pflegeeltern, bei dem die gegenseitigen Erwartungen besprochen werden. Beim zweiten Besuch in der Pflegefamilie liegt der Fokus auf dem Kontakt zum Patenkind.

Welche Erwartungen hat die Pflegefamilie an den Paten/die Patin und die Patenschaft?

Es ist wichtig, dass die Paten/Patinnen Spaß am Kontakt mit Kindern haben und gern Zeit mit ihnen verbringen. Die Erwartungen der Pflegefamilien können sehr unterschiedlich sein. Manche Pflegefamilien wünschen sich vorrangig, dass ihr Pflegekind eine neue Bezugsperson erhält und viele positive Eindrücke und Erlebnisse sammelt. Andere versprechen sich eine gewisse Entlastung und profitieren von der zusätzlichen Zeit, die der Pate/die Patin ihnen für private Angelegenheiten oder Interessen beschert.

Es gibt Pflegeeltern, die sich zeitliche Entlastung an einem bestimmten Wochentag wünschen oder für die es wichtig ist, dass der Pate ihnen gewisse Wege abnimmt und das Kind beispielsweise einmal wöchentlich zum Sporttraining begleitet. Grundsätzlich aber wünschen sich alle Pflegeeltern eine verlässliche und liebevolle Patenschaft, bei der ihr Pflegekind gut umsorgt wird und sich sozial entwickeln kann. Die Erwartungen der Pflegeeltern werden von uns im Vorfeld abgefragt, so dass die Paten/Patinnen vorher genau erfahren, worauf sie sich einstellen sollten.

Erhält der Pate/die Patin eine Vergütung?

Die Paten/Patinnen erhalten in der Regel eine Aufwandsentschädigung von 5,- € pro Stunde. Sie dient primär der Deckung entstehender Unkosten, etwa für Tickets im öffentlichen Nahverkehr oder Eintrittsgelder. Prinzipiell gilt, dass die Patenschaft ein Ehrenamt ist, das nicht vergütet wird.


Infoline

Tel: 030 / 21 00 21 28

Infoabend:
Patenschaften für Pflegekinder

Donnerstag, 04.01.2018

Infoabend:
1zu1 Für FlüchtlingsKinder

Donnerstag, 25.01.2018

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1zu1 Für FlüchtlingsKinder

Flüchtlingskinder sind Neuankömmlinge in unserer Gesellschaft, die mit Neugier und Offenheit ihre neue Umgebung kennen lernen und ihre Familien an ihren Erfahrungen teilhaben lassen wollen. Dieses Potenzial wollen wir nutzen, indem wir Ehrenamtliche …

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Aufmacher

Was ist das besondere an einer Pflegekind-Patenschaft?

  • Eine Pflegekind-Patenschaft macht Spaß und bereichert das Leben von Pate/Patin und Kind.
  • Die Patenschaft erfolgt in Berlin und bietet neben regem Kontakt zum Pflegekind die Möglichkeit, die Pflegeeltern zu unterstützen.
  • Die Patenschaft wird von der Organisation Patenkinder Berlin begleitet und unterstützt.
  • Die Patenschaft ist ein Ehrenamt – Sie erhalten aber als Dankeschön eine Aufwandsentschädigung.
  • Durch die Unterstützung der Pflegeeltern wird dem Pflegekind eine zusätzliche Bezugsperson gegeben.



Aufmacher

So sehen unsere Patenschaften aus

Hier erhalten Sie Einblicke in verschiedene Patenschaftsverhältnisse und können sehen, wie eine Patenschaft im Alltag funktioniert.

Manuel und Leo
Manuel ist 32 Jahre alt und Pate des 5-jährigen Leo. Einmal in der Woche holt Manuel den kleinen Leo vom Kindergarten ab. Anschließend unternehmen sie meist einen kleinen Ausflug …
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Sophie, Anne-Kathrin und Zoey
Die 45-jährige Sophie hat gleich zwei Patenkinder. Anne-Kathrin und Zoey sind Pflegeschwestern und sehr verschieden. Die 10-jährige Zoey ist ein Wirbelwind und für jeden Spaß zu haben …
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